Ein Kräutergarten für Pferde


Heute erzählen wir, wieso ein Kräutergarten im Offenstall Sinn macht, was Du zu dem Thema wissen solltest und wie Du Deine eigene Kräuterauslese am besten organisierst. In unserem eigenen Offenstall ist so ein Garten bereits in Planung.


Bevor wir Menschen Pferde domestiziert haben, zogen sie durch Steppen und Wälder. Pferde, wie alle Wildtiere, folgten ihren Instinkten und hielten sich gesund, indem sie eine Vielzahl von Pflanzen und Kräutern frassen. Sie nutzen ihre genetisch verwurzelten Instinkte, um die Pflanzen zu suchen, die sie brauchten, um gesund zu bleiben.

In unserem letzten Beitrag haben wir darüber berichtet, dass die Wirkung von Kräutern zwar wissenschaftlich nicht umfassend belegt, Erfahrungsberichten und vielen Selbstversuchen zufolge jedoch unumstritten ist.

Gerade aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Du Dich umfassend informierst, bevor Du einen Kräutergarten anlegst. Lies Bücher zur Pflanzenkunde, informiere Dich per Fachartikel im Internet und hol Dir Rat bei einem Profi. Dann kannst Du auch sicher sein, dass Du Deinem Pferd die natürliche und sicherste Pflege zukommen lässt, für die Du verantwortlich bist.

Seit ich mich mit der Pflanzenkunde und der angewandten Selbstmedikation für Pferde befasse, ist mir aufgefallen, dass man die Wirkung der Naturapotheke keinesfalls unterschätzen darf. Pferde sehen Kräuter, Samen und Pflanzen nicht als Nahrung an. Sie sind eine Ergänzung des pferdischen Speiseplans, keinesfalls Nahrungsersatz.

Kräuter, Samen und Pflanzen wirken vorbeugend, unterstützend und heilend. Sie können oft auch dort weiterhelfen, wo herkömmliche Medikamente nichts bewirken. Die meisten Informationen zur Wirkung sind jedoch überliefert und beruhen auf Erfahrungswerten. Die Dosis, die das Pferd zu sich nimmt, macht den Unterschied, ob Pflanzen „heilend“ oder „toxisch“ wirken.

Für interessierte Pferde- und Stallbesitzer organisiere ich im April 2018 einen Kurs mit Caroline Ingraham zum Thema „Selbstmedikation für Pferde“. Hier könnt Ihr meinen Erfahrungsbericht zum Kurs lesen. Interessierte können sich direkt mit mir unter nicole@kikolily.com in Verbindung setzen.

Die Vorteile des eigenen Kräutergartens

Kräutermischungen sind oft teuer und die Pferde benötigen selten alle Inhaltsstoffe. Deshalb ist es günstiger und auch sehr spannend, eigene Kräuter zu ziehen. Weitere Vorteile eines Kräutergartens:

  • Kräuter können frisch geerntet und verfüttert werden; oder das Pferd hat die Möglichkeit, sich selbst die passenden Kräuter auszusuchen.

  • Die Kräuter können getrocknet und gelagert werden.

  • Aus den Kräutern kann man Tinkturen und Extrakte herstellen, die Du oral verabreichen kannst oder für die natürliche Pferdepflege und Gesundheitsprävention einsetzen kannst.


Ein geschickt angelegter Garten kann als Schädlingsschreck dienen. Knoblauch, Lavendel und Wermut, die Du in der Nähe von Ställen und Weiden anpflanzt, halten die Schädlinge im Zaum und vermeiden übermässigen Insektenbefall.

Wo richte ich den Kräutergarten am besten ein

Es gibt verschiedene Varianten, einen Kräutergarten anzulegen. Was Du sicherstellen musst, ist, dass die Pferde anfangs nicht die jungen Triebe abknabbern können. Es ist daher am besten, einen Garten anzulegen, zu dem die Pferde nur stundenweise Zugang haben und Du so auch überwachen kannst, welches Pferd welche Pflanzen vorzieht. Das weist auf eventuelle gesundheitliche Probleme hin.

Wir haben z.B. eine kleinere Weide, die einige Bäume hat, u.a. einen Haselnussbaum, den die Pferde sehr gerne knabbern. Wir planen die Kräuter dort anzupflanzen, etwas grösser werden zu lassen und dann die Pferde immer mal wieder reinzulassen. So können wir sicherstellen, dass die Kräuter auch Zeit haben, neu zu treiben.

Die andere Variante ist, ein Hochbeet aufzustellen. Man pflanzt die Kräuter dort ein, lässt sie wachsen und macht oben drauf ein engmaschiges Gitternetz. So können die Pferde die Triebe immer nur bis zu einer gewissen Höhe abfressen.

Wenn Du sehr viel Platz hast und auch über einen Paddock Trail verfügst, dann kannst Du die Ränder des Trails mit allen möglichen verschiedenen Pflanzen bestücken und zwar in grossen Mengen. Du wirst sehen, dass die Pferde auch zu gewissen Jahreszeiten nur gewisse Pflanzen verzehren. Pferde gehen auch mit den Jahreszeiten mit und haben demnach unterschiedliche Bedürfnisse.

Kräuter für Pferde: Fazit

Die richtige Art von Kräutern und deren Dosierung sind entscheidend für die Sicherheit des Pferdes. In der nächsten Woche gibt’s dann eine Liste mit Kräutern und Pflanzen und deren Wirkung, die Du in unseren Breitengraden anpflanzen kannst.

Bis dahin kannst Du Dir schon mal überlegen, wo Du Deinen „Medizin“-Garten anlegst!

Eine schöne Woche,

Nicole

#kräuter

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