Schwamm drüber: Warum Pferde Naturschwämme lieben


Heute erzähle ich Euch mehr über Naturschwämme: Ich bin überzeugt, dass diese Schwämme das Beste für die Pferdepflege sind. Am Ende des Artikels wirst Du die wichtigsten Facts über sie kennen und wissen, ob Schwämme Pflanzen oder Tiere sind und wo unsere Naturschwämme herkommen.

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Unsere Naturschwämme kommen aus dem Mittelmeer, genauer gesagt aus Griechenland. Als ich die Idee für Kikolily hatte und auf der Suche nach einer Alternative zu industriell hergestellten Schwämmen war, erinnerte ich mich an meine tolle Zeit in Griechenland und an die Schwammtaucher auf den Inseln.

Dimitris auf der Insel Lemnos kommt aus einer langen Linie von Schwammtauchern. Täglich tauchen er und seine Kollegen und schneiden artgerecht die Schwämme ab. Das ist eine Kunst: Der Schwamm wächst von selber nach, wenn man ihn an der richtigen Stelle abschneidet.

Stolz greift Dimitris in einen Korb und zieht ein prachtvolles Exemplar hervor. Ich habe den Klang noch im Ohr, wie Sand und Muscheln auf den Boden rieseln, als er ihn leicht schüttelt. Er taucht den Schwamm in einen Topf mit Wasser, zieht ihn hinaus und schaut mich erwartungsvoll an: "Kein Tropfen", sagt er. Mich als praktisch denkende Pferdefrau hat die immense Saugkraft gefreut.

Naturschwämme sind eine erstaunliche Sache:

  • Sie saugen das 20- bis 35-fache ihres Eigengewichts an Flüssigkeit auf.

  • Sie sind gelb, ocker, grau oder braun, haben eine feinporige Oberfläche oder grobe Löcher.

  • Schwämme existieren seit 500 Millionen Jahren: Sie gehören zu den ursprünglichsten mehrzelligen Tieren.

  • Sie können mehrere tausend Jahre leben.

  • Weltweit sind mehr als 9.000 Arten dokumentiert.

Schwämme sind mittels körpereigenen Chemikalien an ihre Umgebung angepasst:

Glykoproteine als Gefrierschutz, Toxine gegen Fressfeinde oder eigens produzierte antibiotische Stoffe, die Bakterien daran hindern, sich auf der Oberfläche anzusiedeln.

Faszinierend, nicht wahr? Seit der Antike nehmen die Menschen sie zum Waschen her. Wenn sie nass sind, sind sie super angenehm auf der Haut und haben doch gleichzeitig einen Peeling-Effekt.

Auch meine Pferde lieben es, mit ihnen gewaschen zu werden. Alleine schon den leichten Geruch nach Meer und Algen finden sie toll. Anscheinend ist der Massage-Effekt besser als bei herkömmlichen Schwämmen.

Unser Testpferd Amadeus, der sonst ziemlich heikel ist, hat beim Waschen mit Naturschwamm und Kikolily Horsewash wohlig vor sich hingedöst und sogar an seinen empfindlichsten Stellen zwischen den Hinterbeinen quasi um mehr Massage gebettelt.

Meine Stute Kalena hat mir dann noch einen lustigen Schreck versetzt: Sie hat den Schwamm gefressen! Zumindest darauf herumgekaut. Ist zwar nicht gefährlich, aber bewahrt bitte den tollen Schwamm lieber nicht in Reichweite von Pferdemäulern auf :-).


Schwämme: Filter des Meeres

Sie kleben am Meeresboden oder Riffen und haben eine Aufgabe: Filtern. Ein Kilogramm Schwamm pumpt und filtert am Tag eine Tonne Wasser. Ein einziger Milliliter davon enthält bis zu 100.000 Bakterien, darunter eine gewaltige Menge potenziell schädlicher Keime. Eine Erregerarmee, die ein Organismus nur überlebt, wenn er sich wehren kann. Wissenschaftler wissen, dass viele der komplexen Biomoleküle beispielsweise Entzündungen hemmen.

Schwammig: Pflanze oder Tier

Kurz gesagt: Tier. Doch mit dieser Antwort ist es nicht getan, denn sogar Veganer benutzen solche Schwämme teilweise. Im 18. Jahrhundert glaubte man, dass es sich um eine Pflanze handelt. Zoologen klassifizierten sie jedoch als Tiere - eigentlich. Denn bei einem Badeschwamm handelt es sich um ein Skelett, lebende Schwämmen sind von Gewebe umgeben: Wenn man die Schwämme vom Boden hoch taucht, leben sie meistens noch. An der Luft sterben sie dann allerdings. Zum Badeschwamm werden sie erst durch das Auspressen und Drücken, Waschen und Trocknen an der Luft. So zersetzen sich die Zellen, und übrig bleibt das weiche, poröse Skelett.

Good to know:

In unserem Kikolily-Shop gibt’s nur die ungebleichte Variante der "Honeycomb" und "Silk Fine"-Schwämme aus dem Mittelmeer. Der Honeycomb heisst auf Latein "Hippospongia Equina", der Pferdeschwamm. Die sind gross und für den Körper gedacht.

Der Silk Fine ist ein ganz feiner und kleiner Schwamm für den Kopf und Genitalien. Sie saugen viel Flüssigkeit auf, tropfen nicht und verwöhnen das Pferdefell und die Haut. Sie sind nicht nur hypoallergen, sondern schimmeln auch nicht und sind von Natur aus anti-baktierell. Bei guter Pflege halten solche Schwämme bis zu fünf Jahre.

Klingt super, oder? Bis nächste Woche, Nicole

#naturschwamm

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Nicole Anhalt

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