Plagegeister am Pferd - Was man über Pferdefliegen & Co. wissen muss


Es wird sonniger und mit den wärmeren Tagen kommen die Insekten raus. Warum fühlen sich Plagegeister eigentlich von Pferden angezogen? Und warum ist es wichtig, dass man über die Biester näher Bescheid weiss? Wir liefern Dir die Facts.

Warum nerven Bremsen, Fliegen & Co. eigentlich?

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Uns ist allen bewusst, dass Insekten Vögel und Kleintiere ernähren, dass sie Teil der ausgeklügelten Nahrungskette sind und wir uns mit ihnen arrangieren müssen. Doch die Biester können Krankheiten übertragen, unsere Pferde ablenken und stören. Grund genug, genauer Bescheid zu wissen.

Die wichtigsten Facts über Pferdefliegen, Mücken & Co

Die Pferde-Plagegeister:

  • fühlen sich grundsätzlich wohl, wenn wenig Wind weht und Seen, Bäche oder Flüsse in der Nähe sind.

  • Bremsen sind in der Mittagszeit und am frühen Nachmittag aktiv.

  • Mücken lieben die frühen Abendstunden.

  • mögen Mist und Dreck, daher die Umgebung so sauber wie möglich halten.

Fliegen:

  • übertragen Krankheiten und verursachen z.B. Bindehautentzündungen,

  • nutzen Pferdeäpfel als Brutstätte für die Eier,

  • mögen kein saures Hautmilieu, deshalb kann ein Schuss Apfelessig im Waschwasser Linderung bringen.

Die meisten Fliegenarten lieben Pferdeaugen, weil sie feucht sind. In die Augen der Pferde übertragen sie Krankheitserreger und Bakterien, was Bindehautentzündungen auslösen kann.

Fliegen können auch andere Erkrankungen, z. B. Augenwürmer, übertragen. Sie haben eine Vorliebe für Wunden oder offene Hautstellen am Pferd. Das ist problematisch, weil sich diese entzünden können, wenn sie mit den Bakterien und Erregern der Fliegenbeine in Berührung kommen.

Bremsen:

  • leben wie Fliegen von den Ausscheidungen, dem Blut und den Wundsekreten der Pferde.

  • nur die Weibchen saugen Blut.

  • übertragen den EIA-Virus (ansteckende Blutarmut) und Borreliose.

Mücken:

  • können mit ihren Stichen Krankheiten übertragen, beispielsweise Brucellose, den EIA-Virus oder Milzbrand.

Ihr Stich juckt die Pferde und kann sie unruhig machen. Wenn sich die Pferde kratzen, kann sich die Stelle entzünden, was wiederum andere Schädlinge anzieht.

Kriebelmücken:

  • Ihre scharfen Mundwerkzeuge verursachen eine Wunde, in der sich Blut sammelt. Das saugen sie auf.

Kriebelmücken sehen ähnlich aus wie Fliegen. Sie legen ihre Eier in Bächen und Flüssen ab - an diesen Orten wachsen in 1-2 Wochen die Larven heran, die Mücken schlüpfen nach wenigen Tagen. Sie fliegen nicht in Ställe oder Häuser, sondern befallen Wild- oder Weidetiere. Die Kriebelmücke ist zwischen Mai und September unterwegs und fliegt mehrere hundert Meter weit.

Dasselfliegen:

  • Gefährlich für das Pferd, weil die Larven im Innern, besonders im Magen des Pferdes, grossen Schaden anrichten können.

  • Koliken, Durchfall, Abmagerung, Appetitverlust und Blutarmut sind Symptome.

Die Dasselfliege ist eine braune, dicht behaarte Fliege. Sie legt ihre Eier meistens an den Vorderbeinen, den Flanken und Schultern der Pferde ab. Wenn die Pferde die Stellen ablecken, gelangen die Eier der Dasselfliege ins Innere des Pferdes. Dort bohren sie sich in Schleimhäute, Zunge, Zahnfleisch und Gaumen und verbleiben dann drei bis vier Wochen. Es kommt zu Entzündungen und Schwellungen.

In ihrer weiteren Entwicklung wandern die Larven in den Magen und bohren sie sich in die Magenschleimhaut: Entzündungen und Geschwüre sind noch die „harmloseren“ Folgen. In schweren Fällen kann es zum Magendurchbruch mit Bauchfellentzündungen oder einem Darmverschluss mit fatalen Folgen kommen.

Detaillierte Informationen zur Dasselfliege findest Du hier.


Fliegenschutz: DIY-Rezepte gegen Pferdefliegen nicht unbedingt nachmachen

Allzu sehr gehen wir mit diesem Artikel nicht auf den Insektenschutz ein – das ist im nächsten Artikel vorgesehen. Warnen möchten wir jedoch vor DIY-Rezepten aus dem Internet.

Warum? Ein bisschen ätherisches Öl kann doch keinen Schaden anrichten? Wer nun meint, er tue seinem Pferd einen Gefallen, indem man Öle wie Teebaumöl, Eukalyptusöl, Minz- und Lavendelöl in beliebigen Dosierungen vermischt und aufsprüht, sollte noch einmal nachdenken.

Ätherische Öle sind zwar natürlich, aber einige Pflanzenstoffe sind auch durchaus giftig. Zudem sind sie sehr aggressiv, lösen allergische Reaktionen aus oder können bei starkem Sonnenschein Hautirritationen und Verbrennungen verursachen.

Das Auftragen ist ebenfalls problematisch: Wer sie mit einem Lappen aufträgt, der schützt meist nicht das Pferdehaar, sondern trägt die Öle versehentlich auf die Haut auf – was Reizungen verursacht.

Daher sind in professionell hergestellten Rezepten immer nur ganz bestimmte und je nachdem sehr geringe Prozentsätze pro ätherischem Öl enthalten – eben um diesen möglichen negativen Folgen vorzubeugen.

In DIY-Rezepten wird oft Wasser verwendet. Damit schleichen sich immer automatisch Bakterien etc. in die Flasche. D.h. man sollte bei allen wasserhaltigen Rezepten immer ein Konservierungsmittel hinzu geben und hier wird’s dann kompliziert zum einfach selber machen. Oder man braucht das Spray innerhalb von ein paar Tagen auf. Dann ist es kein Problem.

War dieser Artikel hilfreich für Dich? Wir freuen uns, wenn Du kommentierst oder ihn teilst. Nächste Woche erklären wir Dir, wie Du Dein Pferd im Sommer am besten schützt – auch vor Plagegeistern.

Bis nächste Woche, Nicole

#Pferdefliegen #Plagegeister #Insekten

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