Profitipps - Dein Pferd richtig und gesund waschen

Aktualisiert: Okt 6


Pferde richtig und gesund waschen © Dusan Kostic/stock.adobe.com

Im Sommer waschen wir gerne unsere Pferde. Das kann dazu dienen, das Pferd nach getaner Arbeit abzukühlen oder den Winterdreck heraus zu spülen. Die Pferdehaut ist jedoch empfindlich und zu viel Waschen mit Shampoo kann sie schnell aus der Balance bringen. Die meisten Pferdeshampoos enthalten chemische Stoffe, die die Pferdehaut aus dem Gleichgewicht bringen und die natürliche Talgschicht schwächen bzw. entfernen. Die Folge sind oft Hautkrankheiten. Daher ist so wichtig, Dein Pferd richtig und gesund zu waschen. Wie Du das am besten machst, erfährst Du in diesem Artikel.

Die wichtigsten Facts zur Pferdehaut


Die Pferdehaut ist ein wunderbares Organ und zwar das grösste - genau wie bei uns Menschen. Und sie wird durch das Pferdefell geschützt. Das Pferdefell hat eine Talgschicht, die zum Schutz der Pferdehaut beiträgt - sie lässt das Wasser abperlen.


Ausserdem hat die Pferdehaut einen anderen pH-Wert als wir. Der pH-Wert der Pferdehaut beträgt ca. 6.5.


Dies als Info vorab, damit wir uns nun das Waschen der Pferde begeben können und besser verstehen, worauf wir achten sollten.


Alle Facts zur Pferdehaut findest Du in diesem Blog-Artikel von mir.


Natürlich waschen und pflegen


Das beste Pflegemittel, um Dein Pferd waschen, ist Wasser. Wilde Pferde baden regelmässig im Sommer in Wasserlöchern und wälzen sich begeistert im kühlen Nass. Wasser kühlt und befreit die Pferdehaut von juckendem Schweiss.


Leider entfernt nur Wasser lästige Urin- oder Mistflecken nicht - und insbesondere bei Schimmeln.


Da muss also ein Pferdeshampoo her.


Pferdeshampoo - aber bitte ohne Schaum!


Alle Pflegeprodukte, die schäumen, greifen die schützende Talgschicht des Pferdefells an - sie nehmen Fett weg. Das heisst, wir zerstören die wichtige Schutzschicht der Pferdehaut, wenn wir mit schäumenden Shampoos waschen. Wir Menschen wollen ja keine fettigen Haare.


Aber "fettige" Haare sind für unsere Pferde gesund!

Ich höre auch immer wieder, das Pferdebesitzer ihre Pferde mit Seife waschen. Der pH-Wert der Seife ist mit 9-12 fürs Pferd viel zu hoch - die Haut braucht danach Stunden, um sich wieder auf den normalen pH-Wert von ca. 6.5 anzupassen. Seife hat also nichts am Pferd zu suchen.


Gute Shampoos haben folgende Eigenschaften:

  • Inhaltsstoffe auf Pflanzenbasis

  • Keine Mineralöle, Silikone oder Parabene

  • Natürlicher oder neutraler Duft: Pferde mögen es nicht, wenn etwas zu künstlich riecht, weil das unter Umständen den Eigenduft zu stark verändert.

  • Biologisch abbaubar und umweltfreundlich

Ein Shampoo sollte im Idealfall pH-neutral oder leicht sauer sein, um den pH-Wert und die natürliche Schutzfunktion der Haut nicht negativ zu beeinflussen. Milde Waschsubstanzen auf Pflanzenbasis, die natürliche Fette nicht auswaschen: Die natürliche Schutzschicht der Pferdehaut bleibt erhalten.


Ich habe mir bei der Entwicklung des Kikolily HorseWash genau darüber Gedanken gemacht und somit ein nicht schäumendes, dem pH-Wert der Pferdehaut angepasstes, 100% natürliches und 100% biologisch abbaubares Pferdeshampoo entwickelt.


Es reinigt gründlich, macht auch Schimmel wieder weiss, Urin- und Mistflecken gehen gründlich weg und man braucht beim Waschen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.


Der Haupt-Inhaltsstoff ist Rhassoul-Erde aus Marokko:

  • Reguliert die Sebum-Produktion auf natürliche Weise, ohne die Haut auszutrocknen oder die Haare anzugreifen.

  • Beruhigt Irritationen der Haut.

  • Stärkt und nährt das Haarfollikel, was für Gesundheit und Glanz des Fells sorgt.

  • Ist für empfindlichste Pferde geeignet: Enthält keine aggressiven Tenside und belastet den Organismus des Pferdes nicht.


Wieviel Wäsche braucht Dein Pferd?


Oftmals befolgen wir die Empfehlung, dass man sein Pferd nicht zu oft waschen sollte. Das ist auch durchaus richtig, wenn die Pferde natürlich, z.B. im Offenstall, gehalten werden.

Die meisten Pferde stehen jedoch die meiste Zeit in Boxen oder einem kleinen Auslauf. Das heisst, dass weder der Regen Dreck abspült, noch der Wind Schmutzteilchen „wegpusten“ kann. Zudem werden sie eingedeckt und sind der stehenden Luft im Stall ausgesetzt.


Grundsätzlich braucht ein gesundes, natürlich gehaltenes Pferd nicht viel Wäsche.

Im späten Frühling bei den richtigen Temperaturen (so ca. 20 Grad) – nach der Deckensaison - hilft eine gute Wäsche, den ganzen „Winterdreck“ aus dem Fell zu bekommen.

Offenstallpferde kann man alle zwei Wochen und Boxenpferde einmal pro Woche mit Shampoo waschen. Alles darüber hinaus zerstört die Talgschicht und macht die Haut anfälliger für Erkrankungen.


Im Winter ist waschen tabu.


Pferde waschen - es sollte warm sein


Im Winter ist es ganz einfach zu kalt und Dein Pferd kann sich erkälten oder gar einen Husten bekommen. Dein Pferd wird gar nicht richtig trocken und friert bei eisigen Temperaturen. (Es sei natürlich, dass Du im Stall ein Solarium hast, um Dein Pferd richtig trocken zu bekommen.)


Ab 20 Grad kannst Du anfangen, Dein Pferd zu waschen.


Lauwarmes Wasser ist besser


Kaltes Wasser ist für unsere Pferde ganz einfach unangenehm! Wenn eiskaltes Wasser auf den warmen Pferdekörper trifft, gerade wenn Dein Pferd geschwitzt hat oder eine Trainingslektion hinter sich hat, dann kann das sogar bis zum Herzstillstand führen. Das ist quasi wie ein Schock für den Kreislauf.


Pferde mögen lauwarmes Wasser viel lieber.

Hast Du nur kaltes Wasser zur Verfügung, dann sollest Du immer bei den Hufen und den Beinen anfangen, bevor Du Dich zum Rest des Pferdekörpers hocharbeitest. So hat der Kreislauf Deines Pferdes die Möglichkeit, sich an das kalte Wasser zu gewöhnen.


Die Faustregel lautet:

  1. Beine

  2. Schulter

  3. Bauch

  4. Hals

  5. Rücken

Die Nieren (Rücken) sind nämlich besonders empfindlich. So kannst Du Kreislaufstörungen und Verspannungen vorbeugen.

Pferd nach dem Waschen © Mark/stock.adobe.com

Richtig Pferde Waschen - so geht's


Was brauchst Du, um Dein Pferd zu waschen?

  • Wassser - im Eimer oder aus dem Schlauch und lauwarm

  • Pferdeshampoo - am besten natürlich oder direkt den Kikolily HorseWash

  • Schwamm - am besten einen Naturschwamm, den lieben die Pferde!

  • Schweissmesser - das gibt's in jedem Reitsportgeschäft zu kaufen

  • Mähnen-/Schweifkamm


Schritt für Schritt


Wasser Marsch: Wie oben beschrieben, immer schön unten mit dem Schlauch anfangen und sich dann hocharbeiten. So gewöhnt sich der Kreislauf Deines Pferdes langsam an die Wassertemperatur. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn Du es mit Schwamm und Eimer machst. Schweif und Mähne nicht vergessen!


Den Pferdekopf bitte nicht einfach abspritzen! Wenn Wasser in die Ohren kommt, dann . kann es zu Gleichgewichtsstörungen kommen. Hier nimmst Du am besten den Schwamm.


Am besten stellst Du den Sprühkopf des Schlauchs auf wenig Druck ein, das ist angenehmer für Dein Pferd.


Pferdeshampoo - auf geht's: Wenn Du den Kikolily HorseWash benutzt, dann findest Du die genaue Anleitung in diesem Video.


Ansonsten bitte ein wirklich natürliches Shampoo, das auf den pH-Wert der Pferdehaut abgestimmt ist. Man braucht dann auch nicht viel - je mehr Schaum, desto länger musst Du auswaschen. Das Pferdeshampoo dann schön mit dem Schwamm einreiben - das gibt dann noch eine zusätzliche Massage.


Am Schluss solltest Du dann das Pferdeshampoo gut auswaschen, damit keine Rückstände im Fell, auf der Haut und in Mähne und Schweif bleiben.


Last but not least - so trocknest Du Dein Pferd:

  1. Mit einem Schweissmesser das Fell abziehen, damit soviel wie möglich des Wassers aus dem Pferdefell kommt. Dann trocknet Dein Pferd schneller.

  2. Jetzt kannst Du Dein Pferd wieder in den Stall stellen, wenn es dort warm ist und keine Zugluft herrscht. Ebenso sollte Dein Pferd nicht im Schatten stehen. Im Offenstall ist das kein Problem. Wenn Dein Pferd in Boxenhaltung steht, dann solltest Du es entweder noch draussen an der Sonne trocknen lassen oder, wenn möglich, unters Solarium stellen. Abschwitzdecken können auch helfen.

Mähne und Schweif: Mit dem Kikolily HorseWash brauchst Du für Mähne und Schweif kein zusätzliches Mähnenspray, um die Haare durchzukämmen.


Hast Du mit anderen Shampoos gewaschen, dann solltest Du auch ein natürliches Mähnenspray (wie das ManeMagic) verwenden, um das Langhaar zu pflegen.


Alles zu schädlichen Inhaltsstoffen in Pflegeprodukten findest Du in diesem Blog-Artikel. Und wenn Du alle Infos auf einen Blick möchtest, dann lade Dir doch gerne mein kostenloses E-book hier runter.


Happy Washing! Nicole




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